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3 Tipps, wie du deine Unsicherheit hinter dir lässt

Unsicher ist jeder hin und wieder.

Wir alle kommen manchmal in Situationen, die uns auf die eine oder andere Art überfordern – plötzlich sind wir uns nicht mehr sicher. Doch irgendwie muss es doch möglich sein diese Unsicherheit zu überwinden oder?

Egal ob es nun darum geht, einer aufgebrachten Gruppe Rede und Antwort zu stehen (wie zum Beispiel auf einem Elternabend) oder einfach nur darum einen Fremden anzusprechen.

Der große Unterschied liegt darin, wie wir damit umgehen. In den Strategien, die wir entwickelt haben und auch in der Erfahrung, die wir mit dem Gefühl von Unsicherheit gemacht haben.

Schaffen wir es beispielsweise Situationen zu analysieren, d. h.

  • zu merken, ich bin gerade unsicher
  • zu hinterfragen, warum bin ich gerade unsicher
  • was sind meine Ängste und auch noch darauf zu reagieren

lernen wir mit Sicherheit auch einiges dazu. Somit können wir in ähnlichen Situationen in Zukunft besser reagieren.

Denn zumeist können Erfahrungen schließlich auch auf andere Situationen übertragen werden. Wir werden allgemein sicherer im Umgang mit verschiedenen Dingen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Schulzeit. Für mich war zum Beispiel die Prüfungszeit in der Schule immer der blanke Horror.

Warum? Weil meine Unsicherheit mir dabei ständig im Weg stand. Und das ganz unabhängig davon, ob ich gut vorbereitet war oder nicht.

Mit der Zeit habe ich gelernt damit umzugehen – und vielleicht auch das ein oder andere Anzeichen von Unsicherheit zu überspielen.

Ganz nach dem Motto: Fake it until you make it!

Ein gewisses Maß an Sicherheit und Selbstvertrauen ist enorm wichtig! Für alle Dinge des Lebens. Wahrscheinlich sogar, um nur gefahrlos die Wohnung verlassen zu können.

Viele Menschen verfügen einfach über diese “Sicherheit” bzw. dieses Vertrauen und bestechen damit ihre Umwelt. Nichts sticht jedoch so sehr ins Auge, wie Personen, denen diese Sicherheit fehlt.

Das Problem mit der Unsicherheit hat auch Warren Buffet recht treffend formuliert:

“Trust is like the air we breathe. When it’s present, nobody really notices. But when it’s absent, everybody notices” Warren Buffet

Schluss mit dieser Unsicherheit

Ein großes Problem dabei ist: Man kann eben nicht einfach entscheiden jetzt werde ich selbstsicher. Es ist nicht nur eine Entscheidung, sondern mehr ein Prozess, vielleicht sogar eine Entwicklung und an den meisten Stellen ein hartes Stück Arbeit!

Zu sagen “Ich konzentriere mich jetzt ein paar Monate darauf!” ist ein guter Anfang, aber wahrscheinlich werden unsichere Menschen ihr ganzes Leben daran arbeiten.
Mit den folgenden 3 Punkten bist du für den Anfang gut beraten:

1. Bau auf eine vertrauensvolle Beziehung zu dir selber

Behandelst du dich selber so, wie du einen guten Freund behandeln würdest?

Wer von Natur aus unsicher ist, weiß wahrscheinlich schon wie schwer es ist an der eigenen Sicherheit zu arbeiten. Besonders problematisch wird es allerdings, wenn man vor sich selber keinen Respekt hat und sich nicht Ernst nimmt.

Selbstliebe ist in christlicher Hinsicht ein unliebsames Thema. Viel zu lange wird uns nämlich eingebläut, sich selber gut zu finden sei verwerflich.

Der Einfluss von täglichen Handlungen/Gedanken und auch die grundlegende Einstellung zu uns selber wird oft unterschätzt.

Wenn wir nämlich ständig das Gegenteil von dem tun, was wir uns vornehmen oder noch schlimmer – was total gegen unsere Grundsätze geht, wird das auch nicht gerade zu unserem Seelenfrieden beitragen.

Belügst du dich selber?

Überlege dir die folgenden Punkte so ehrlich wie möglich:

  • Neigst du dazu alles infrage zu stellen?
  • Überdenkst du Entscheidungen um sich für alle passend zu machen?
  • Bist du ehrlich in der Interaktion mit anderen?
  • Handelst du immer entsprechend deiner Einstellung?
  • Widersprichst du, wenn du nicht zustimmst?

Ich glaube wir haben gelernt, in vielen Situationen aus Höflichkeit unehrlich zu sein. Klar muss man der besten Freundin nicht unbedingt auf die Nase binden, dass die Stirnfransen total unvorteilhaft sind.

Aber bei all den Kleinigkeiten, gibt es immer wieder auch Situationen, in denen es nicht unbedingt schlechter ist, ehrlich zu sein. Muss ich wirklich ständig sagen, dass es mir super geht, obwohl ich gerade eine schlimme Zeit hinter mir habe? Muss ich zum wiederholten Mal mit auf ein Rockkonzert gehen, obwohl das eigentlich gar nicht mein Fall ist?

Oft ist es gar nicht so schwer. Und so ganz nebenbei – respektiert man sich so auch selber.

Denn auch wenn wir es nicht merken: Jedes Mal wenn wir uns selber nicht respektieren, geht das auch mit einem Vertrauensverlust einher. Klar: nur gegenüber mir selber! Aber wer sagt, dass das weniger schlimm ist?

2. Kontrolliere deinen Emotionen!

Auch dieser Punkt mag vielleicht trivial klingen – er hat es aber in sich!

Er wirkt nämlich genauso wie normalerweise eine Therapie funktioniert – ohne dass du es bemerkst. Wenn du es beispielsweise schaffst, einen Schritt zurück zu treten und erkennst, dass du dabei bist, dich in deinen Gefühlen zu verlaufen. Dann hast du bereits viel geschafft.

Auch die Unterscheidung zwischen Gefühlen und Fakten ist nicht immer ganz leicht. Jeder ist auch das Produkt seiner Erfahrungen. Kein Wunder also, wenn manche Kombinationen recht explosiv verlaufen.

Viele Menschen haben heute keinen wirklichen Bezug zu ihren Emotionen mehr. Sie wissen nicht warum sie sich gerade so fühlen oder noch schlimmer – sie können nicht einmal definieren, welches Gefühl sie gerade umtreibt.

Deshalb setzen viele Ratgeber hier an:

  • In sich hinein horchen und erkennen, was eigentlich los ist.
  • Zuallererst reicht es vielleicht auch schon das Gefühl zu benennen.

Es kann auch helfen den Körper dazu zu befragen – denn für viele steht auch dies nicht mehr im Zusammenhang. Habe ich Bauchschmerzen? Verspüre ich ein Ziehen im Nacken? Habe ich Kopfschmerzen? Wie ist meine Atmung? Fühle ich an manchen Körperstellen Verspannungen? All diese Dinge können Anhaltspunkte sein.

Dieses Spüren auf der physiologischen Ebene kann schon viel bewirken, besonders auch wenn es um Ängste und Unsicherheit geht.

Hat man erst einmal herausgefunden, was genau los ist im eigenen Körper, kann man sich gezielt darauf konzentrieren.

3. Schreib es auf!

Hast du schon einmal einen wütenden Brief geschrieben? Wenn ja, dann hast du ihn doch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht abgeschickt. Stimmt’s?

Denn eigentlich ist der größte Ärger mit dem Schreiben bereits verraucht. Ein Phänomen, das ich auch gerne mit der “Spickzettellogik” vergleiche. Denn auch hier war es oft so, dass wenn man den Spickzettel erst geschrieben hatte, man die aufgeschriebenen Fakten bereits im Kopf hatte.

Lange Zeit habe ich mich geweigert Tagebuch zu schreiben. Vielleicht auch deshalb, weil es einen kindischen Beigeschmack hat.

Mittlerweile bin ich jedoch überzeugt von der Wirkung des Schreibens!
Auf eine seltsame Weise ist es einfach eine Erleichterung – die Gedanken, Sorgen, Ängste können zumindest für einen kurzen Moment abgegeben werden.
Mit dem Prozess des Aufschreibens gewinnt man vielleicht auch ein wenig Abstand.

Außerdem ist es leichter so einen sinnvollen Überblick zu bekommen. Aus einem chaotischen Durcheinander kann einem plötzlich etwas ins Auge springen, das einem sonst vielleicht entgangen wäre.

Oftmals liegt hier auch bereits ein Teil der Lösung verborgen. Und wenn nicht findet man hier zumindest ein paar gute Ziele, bei denen man ansetzen könnte.

Also her mit dem Notizbuch: Wenn du dich schwer tust und nicht weißt was aufschreiben, beginne einfach mit dieser kleinen Übung: Schreib jeden Tag drei Dinge auf, worauf du heute stolz bist.

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